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Kultur Velo - kulturelle Information und sportliche Betätigung
Touren
Vorschläge zu Touren?...

bekommen Sie von uns. Unser kompetentes Personal nimmt sich Zeit für Sie und berät Sie bei der Vorbereitung von Ausflügen. Als Historiker M.A. bin ich mit Sehenswürdigkeiten und deren historischem Hintergrund bestens vertraut. Falls Sie dies wünschen, werde ich Ich Sie auf dem Fahrrad führen und Ihnen die interessanten Fakten spannend, aber verständlich vorstellen... Informationen zum aktuellen Programm finden Sie weiter unten.

Gruppen- oder Betriebsausflüge?

Wir liefern bei Bedarf bis zu 20 Erwachsenenfahrräder. Gönnen Sie sich und Ihren Mitarbeitern einen schönen und interessanten Tag. Im Rahmen eines "Incentive-Ausflugs" entspannen Sie sich, während wir professionell das Tagesprogramm gestalten!
Sie sind mit dem Fahrrad nur auf der Durchreise?

Dann besuchen Sie uns. Wir geben Ihnen gerne Auskunft, um schneller und besser ans Ziel zu kommen. Kleinere Reparaturen erledigen wir schnell - während Sie sich entspannen!

Unser Personal vermittelt bei Bedarf Übernachtungsmöglichkeiten...

...und wohin kann ich fahren? Fahrt ins Blaue...

Mit uns fahren Sie morgens auf ruhigen Wegen zu den reizvollsten Plätzen des Blauen Landes. Dort genießen Sie ein Picknick, das wir zusammengestellt haben. Am Nachmittag kehren Sie entspannt und erholt zurück!

Wann finden diese Ausflüge statt? - Immer, wenn Sie wollen!

Schicken Sie uns eine Nachricht per e-mail oder rufen Sie 08841/ 629971 oder 0174/ 7475749 an! (Bitte, mindestens 24 Stunden vor dem geplanten Ausflug!)

Wir wenden uns an Sie - und bereiten alles vor!

E-Mail
Kultur-Velo - Fahrradverleih im Blauen Land

 
"Geführte Fahrradtouren mit Kultur-Velo"
Ein Fahrradtraum - der Riegseeklassiker!

Auf 20 km geteerten, aber verkehrsarmen Wegen lernen Sie die urwüchsige Natur im Umfeld des Riegsees kennen.


Angebote zu geführten Touren

Wir bieten auch geführte Touren zu unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten des Blauen Landes Während einer erholsamnen Radwanderung durch eine wunderbare Landschaft gewinnen Sie interessante Einblicke in Vergangeheit, Kunst und Traditionen des Alpenvorlandes um Murnau!



Führungen finden ab 15. März nach Vereinbarung statt!

Unten finden Sie drei Vorschläge zu geführten Touren in die Vergangenheit des Blauen Landes! Wenn Sie sich für eine der Touren interessieren, teilen Sie uns das per e-mail oder einem Anruf mit! Die Veranstaltungen finden nur bei trockener Witterung statt! Anmeldung bis zum jeweils vorangehenden Donnerstag!

Geführte Tour I: Mit dem Fahrrad durch die Römerzeit

Die ersten Spuren der Besiedelung des Gebietes um den Staffelsee stammen aus der Hügelgräberbronzezeit. In Grabhügeln bestatteten damals die Bewohner ihre Verstorbenen mit deren zum Teil prächtigen Ausstattung. Seit dem Alpenfeldzug im Jahre 15 v.Chr. war das Oberland Teil des Imperium Romanum. Das Gebiet besaß für Rom auch verkehrspolitische Bedeutung. Durch das Gebiet der bald eingerichteten Provinz Raetien konnten die gallischen Provinzen über die Donau mit den Eroberungen in Illyricum im Osten verbunden werden. Zügig wurden Straßen durch das Gebiet gebaut. Historische Informationen zur Straßenführung liefern in erster Linie die wenigen Kartenwerke der Römerzeit. Die "tabula Peutingeriana" erwähnt den Namen einer Straßenstation im Bereich von Murnau, Coveliacas. Bürgerkriege und Barbareneinfälle veranlassten die Bewohner von Coveliacas nach Mitte des dritten Jahrhunderts, ihre Siedlung auf den schwer zugänglichen Moosberg zu verlegen. Dies geschah möglicherweise unter Mithilfe des Kaisers Marcus Aureliuus Probus (276 - 282 n.Chr.) M.A. Probus, Beruf: Römischer Kaiser (276 - 282 n.Chr.

Um 430 n. Chr. wurde diese Siedlung zerstört. In den folgenden Jahrhunderten ließen sich dort keine Menschen mehr nieder...

Wir fahren zunächst gemeinsam mit der Deutschen Bahn nach Mittenwald. Dort beginnt unsere Fahrradtour, auf der wir über Parthanum oder Tarteno (Partenkirchen) zum Moosbergsee fahren. Unterwegs erfahren Sie interessante Dinge zu Alpenüberquerungen in der Römerzeit, zu den Funktionen von Meilensteinen und Münzen. Daneben lernen Sie neben Grabungsbefunden auch einige nicht alltägliche Dinge zum römischen Straßenbau kennen... Bestanden in der Antike technische Möglichkeiten, Entfernungen zu messen? Wie bequem waren römische Reisewagen? Wie sah das Leben in einer mansio, einer antiken Straßenstation, aus?

Folgen der Steinbrucharbeiten: wo früher der Moosberg aufragte, befindet sich heute ein See... Gibt es noch andere römerzeitliche Siedlungsreste in der Region?

Wie weit war die Heilkunde in der Antike? - Sie lernen ein römisches Heilmittel gegen Kopfschmerzen kennen! Wie konnte ein Liebhaber seine Angebetete mit Hilfe der Unterirdischen gewinnen? - Der römische Liebeszauber! Diese Informationen zum römischen Alltag fehlen gewöhnlich in den Darstellungen. Unsere Quellen stammen zwar nicht alle vomn Moosberg, aber aus dem südbayerischen Raum.

Vom Moosbergsee fahren wir entlang der nachgewisesenen Römerstraße durch den Ort Murnau nach Riedhausen, wo sie "Hochäcker", die Reste antiker Landwirtschaft sehen können. Im Heimatmuseum Seehausen sehen Sie die Befunde und Funde der Grabung auf der Insel Wörth (1992-1997). Auf der Insel wurden auf römischen Gebäuderesten im Laufe des Mittelalters zwei Kirchen errichtet. Vom 8. Jhr. bis zum 10. Jhr. existierte auf der Insel ein Kloster. Im 15. Jhr. wurde die noch vorhandene frührere Klosterkirche in ein spätgotisches Gotteshaus umgebaut. (siehe Kupferstich).

Die alte Gemeindekirche von Seehausen um 1770 (Kupferstich)

Diese Kirche wurde 1773 abgerissen, bevor die neue Gemeindekirche St. Michael im Ort Seehausen gebaut wurde.

Nazarenerstil: so stellte sich der Maler Pechmann die Christianisierung der Insel Wörth vor...

Eine 1836 auf der Insel errichtete Kapelle stattete der Maler Freiherr von Pechmann mit einem Bilderzyklus aus.Die im Nazarenerstil gemalten Bilder gewähren uns einen Einblick in die Vorstellungen zur vorgeschichtlichen bis frühmittelalterlichen Vergangenheit der Insel aus dem Blickwinkel des 19. Jahrhunderts.

Fahrstrecke: (ab Mittenwald) ca. 35 km





Geführte Tour II: Murnau und der Nationalsozialismus

Bereits sehr früh entwickelte sich Murnau zu einer Hochburg des Nationalsozialismus. Während der Weimarer Republik erreichten die Nationalsozialisten in der Marktgemeinde deutlich höhere Wahlergebnisse, als im Gesamtbezirk Weilheim. Murnau war der Wohnort von Gottfried Feder, der bereits länger als Hitler Mitglied der DAP (Vorgängerpartei der NSDAP) war. Im Mai 1923 hielt Adolf Hitler eine Rede in der Murnauer Turnhalle.

Nach dem gescheiterten Putschversuch am 8./9. November 1923 suchte Adolf Hitler Zuflucht im Haus von Ernst Hanfstaengl in Uffing. Dort wurde er zwei Tage später verhaftet.

Nach der sog. "Machtergreifung" konnten die Nationalsozialisten auf die Marktgemeinde zählen. Schon 1933 veranstaltete der HItlerjugend-Unterbann 39/ II unter Führung des Lehrers Lorenz Sonderer aus Murnau ein Pfingsttreffen in der Martgemeinde. Jungen und Mädchen aus Garmisch, Partenkirchen, Weilheim, Schongau und Penzberg kamen in den Markt am Staffelsee.

Aidling während der 1930er Jahre Ein Jahr später veranstaltete das Hitlerjugendgebiet 19 "Hochland" (das Einzugsgebiet eines Gebiets entsprach ungefähr dem NSDAP-Gau. Im August 1934 kamen 6.000 Jungen aus Oberbayern und Schwaben nach Murnau, um an einem Zeltlager im Gebiet der Gemeinden Aidling und Riegsee teilzunehmen. Der Aufwand war enorm. Die Jungen brauchten Stroh für die Zelte, jeden Tag mussten die Mahlzeiten ausgeliefert werden und Brunnen mussten gefasst werden. Neben sportlichen Übungen und Wehrsport stand auch "Weltanschauliche Schulung" auf dem alltäglichen Stundenplan. Mit Sprechchören, Liedern und in Theaterstücken sollten die Jungen für nationalsozialistische Weltanschauung gewonnen werden. Nicht nur Begeisterung für Militär und Kampf, sondern auch für das rassistisch antisemitische Weltbild der Nationalszialisten versuchten die Hitlerjugendführer zu verankern. Pomp und Pathos auf dem Thingplatz Schwabenlager bei Lothdorf 1934

Aber auch in Murnau gab es Gegner des Nationalsozialismus. Nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler musste Ödön von Horváth am Tag nach Hitlers erster Rundfunkrede als Reichskanzler Murnau verlassen. 1931 hatte der couragierte Autor nach dem Überfall von Nationalsozialisten auf eine SPD-Versammlung vor Gericht die örtlichen Parteikader schwer belastet. Einige Murnauer litten im Konzentrationslager Dachau. Seit 1944 befand sich ein Außenlager dieses Konzentrationslagers auf der Halbinsel Burg im Staffelsee. Die Barcken des ehemaligen KZ-Außenlagers Seehausen aufgenommen 1947

Mehr über die Situation in Murnau während des Nationalsozialismus erfahren sie auf einer Fahrradtour zu authentischen Plätzen dieser Zeit...









Geführte Tour III: Mit dem Fahrrad auf den Spuren des Blauen Reiters...

"...Aber nirgends hatte ich eine solche Fülle von Ansichten vereint gesehen wie hier in Murnau, zwischen See und Hochgebirge, zwischen Hügelland und Moos."

So treffend beschrieb Gabriele Münter 1957 die Wirkung der von Kontrasten geprägten Landschaft auf die Künstler im Kreis des Blauen Reiters.

Wassily Kandinsky malte 1908 die Pfarrkirche St. Stephan in Riegsee Auf dem Fahrrad lernen Sie idyllische Orte kennen, die von den Malern aus dem Kreis des Blauen Reiters verewigt wurden. Vor Ort können Sie die Ansichten mit Kopien der Bilder vergleichen. Unterwegs erfahren Sie interessante Details zu wichtigen Schritten der Entwicklung auf dem Weg zur expressionistischen Malerei...und über die gemeinsamen Jahre von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter in Murnau...

Gabriele Münther malte 1934 das Gut Perlach mit der Zugspitze im Hintergrund

Auch das Hörnle verewigte Gabriele Münther...



Fahrstrecke: 20 km oder 46 km (Das bestimmen die Teilnehmer vor Ort!)






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